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Der Rheinverlauf
vom Bodensee bis zur Mündung
Der Oberrhein
von Basel bis Mainz

Rheinverlauf
Karte Oberrhein

Der Rhein zwischen Basel und Mainz
Der Rheinabschnitt von Basel bis Mainz wird als Oberrhein bezeichnet. Er durchfließt die oberrheinische Tiefebene, die im Laufe von Millionen Jahren und verschiedenen geologischen Entwicklungen entstanden ist. Die Alpen falteten sich langsam auf und so entsteht der spätere Oberrheingraben mit einer Länge von 100km und 40km Breite.
Unvorstellbar: Vor ca. 5 Millionen Jahren floß der Rhein bei Ulm in die Donau.

Auenlandschaften
Erst als sich Schwarzwald und Vogesen erneut erheben  entsteht die erste Flußverbindung zwischen Alpen und Nordsee. Der Flußverlauf ändert sich ständig. Durch Kies- und Sandablagerungen entstehen Inseln. Hochwasser reisen diese wieder mit sich. Es bildet sich eine Überschneidungszone zwischen Wasser und Land. Die Vegetation paßt sich dem an. Es bilden sich typische Auenlandschaften.

Grenzstreitigkeiten und Rheinschiffahrt
Doch regelmäßige Überflutungen und die Versumpfung von Gebieten, Stechmückenplagen, Krankheiten, die durch die Feuchtbiotope gefördert werden und letzt endlich die ständigen Grenzstreitigkeiten münden in Pläne zu einer Rheinbegradigung.
Gerade die Bestimmung des Rheins als Grenze zwischen Frankreich und Deutschland führt zu nicht enden wollenden Territorialstreitigkeiten. Manche Dörfer liegen nach Hochwasser plötzlich auf der anderen Rheinseite und ändern so immer wieder ihre Landeszugehörigkeit. Hinzu kommt der Wunsch den Rhein ab Basel schiffbar zu machen und so eine Verbindung zur Nordsee zu schaffen. Dies aber erfordert eine Mindesttiefe des Rheins.

Rheinbegradigung durch Tulla
1809 erstellt Tulla erste Pläne und von 1817 bis 1876 werden diese umgesetzt. Flußschlingen (Kurven) werden durchstochen und der Rhein begradigt. Viele Altrheinarme sind die Reste des früheren Rheinverlaufes. Doch neue Probleme werden sichtbar: Der Rhein gräbt sich tief in sein neues Bett und so sinkt das Grundwasser. Bei Niedrigwasser ist kaum Schifffahrt möglich. Rheinabwärts nehmen die Schäden durch Hochwasser zu.
Durch die Rheinbegradigung wurde der Rheinverlauf um 81km gekürzt (23%).

Fortsetzung der Rheinregulierung durch Honsell
Deshalb setzt Honsell die Rheinregulierung fort, insbesondere durch Bauten im Fluß. Durch Buhnen (quer verlaufende Schotteranhäufungen) entsteht ein Flußbett, dass auch bei Niedrigwasser durchgängig Schiffahrt erlaubt. Außerdem werden verstärkt Dämme gebaut, Überflutungsräume ausgeweitet und die Verwaltung durch die Schaffung von nur noch drei zuständigen Rheinbauinspektionen vereinfacht.
Zwischen Basel und Straßburg wird ab 1928 in mehreren Stufen ein Rheinseitenkanal geschaffen. Kraftwerke zur Stromerzeugung werden errichtet.

Errichtung von Staustufen
In den 70-er Jahren werden Staustufen errichtet, mit denen man den Wasserstand reguliert und so dem weiteren Sinken des Grundwassers und der damit verbundenen Austrocknung von Gebieten entgegenwirkt. Bis 1960 werden 46 Quadratkilometer Aue zerstört. Doch das Problem der Austrocknung wird durch die Staustufen nur weiter vorverlagert. So versucht man bis heute ab Iffezeheim, den Rhein an einer weiteren Vertiefung zu hindern. Bei Rastatt schüttet man deshalb jährlich 117.000t Kies in den Rhein.




Links mit Informationen zur Geschichte und Entwicklung des Oberrheins

Eine kurze Übrsicht mit Informationen und Daten zur Rheinbegradigung
Die Rheinkorrektion. Ein Artikel von Christoph Bernhardt in der Zeitschrift "Der Rhein". Sehr umfassend und lesenswert.
Auenwälder am Oberrhein. Ein Artikel von Volker Späth und Abert Reif in der Zeitschrift "Der Rhein". Ebenfalls sehr lesenswert.
Bilder zur Landschaftsgeschichte, Bilder zur Veränderung des Flußverlaufes des Museeum in Burgau-Knielingen
Informationen zum Thema "Auenwälder" der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V.
Informationen zur Staustufe Iffezheim
Die Rheinschiffahrt. Ein Artikel von Paul Engelkamp in der Zeitschrift "Der Rhein".
Informationen des Landeskundeprogramms des Landesvereins Badische Heimat mit vielen Bildern zur Rheinbegradigung etc. Sehr empfehlenswert.